Berlin hat sich in der Dekade von 2010 bis 2020 als das dichteste Venture-Kapital-Ökosystem im deutschsprachigen Raum etabliert. Zalando, HelloFresh, Delivery Hero, N26, Auto1 — die Liste realisierter Exits im zweistelligen Milliardenbereich wächst. Das aus diesen Transaktionen freigesetzte Kapital sucht Anlagevehikel jenseits des deutschen Immobilienmarkts, der nach den Zinsanpassungen der Jahre 2022 bis 2024 an Transaktionsvolumen und Liquidität eingebüßt hat.
Dubai bietet in dieser Konstellation eine charakteristische Kombination: vollständiges Freehold-Eigentumsrecht für Ausländer in designierten Zonen, eine Währung mit hartem USD-Peg (seit 1997 unverändert), keine Einkommensteuer auf private Mieterträge und eine Infrastruktur, die im globalen Vergleich als stabil gilt. Für Berliner Gründer-Familien und Family Offices, die durch globale Märkte sozialisiert wurden, ist die Investitionsthese Dubai in der Regel in wenigen Sätzen darstellbar.
DAMAC Properties ist in diesem Kontext ein Entwickler mit einer dezidiert anderen Positionierung als die beiden anderen Berliner Hauptadressen Emaar und Sobha. DAMAC wurde 2002 von Hussain Sajwani in Dubai gegründet und ist seit 2013 an der Dubai Financial Market notiert. Die Strategie besteht nicht in Fertigungstiefe (wie Sobha) oder in Standort-Dominanz (wie Emaar), sondern in der emotionalen Aufladung von Wohnimmobilien durch internationale Luxusmarken-Kooperationen.
