Berlin trägt seit Mitte der 2010er-Jahre eine strukturell neue Kapitalschicht: Tech-Gründer und Führungskräfte, die nach Unternehmens-Exits oder Sekundärmarkttransaktionen Liquidität in harte Assets umzuschichten suchen. Hinzu kommen Medienhäuser (Axel Springer, Bertelsmann- Ableger), staatsnahe Investoren, Anwaltskanzleien mit grossem Real-Estate-Track, und eine Schicht traditionellen Immobilienvermögens aus der Berliner Gründerzeit-Ära, die heute in Familienvermögen fortlebt.
Dubai erscheint in Berliner Allokationen regelmässig als Diversifikations-Statement: geografisch ausserhalb des Euro-Steuerraums, ohne Kapitalertrag- oder Erbschaftsteuer im UAE, mit stabiler USD-Bindung des Dirham. Die Herausforderung für Deutschland ist strukturell: kein Doppelbesteuerungsabkommen mit den VAE mehr seit 2009, §21 EStG auf Mieteinkünfte, §23 EStG auf Veräusserungsgewinne — eine Rechtsstruktur, die steuerliche Beratung vor Erwerb zwingend macht.
Das Dubai Land Department (DLD) registrierte 2025 über 180.900 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund AED 761 Milliarden (Quelle: DLD). Der Off-Plan-Anteil lag bei rund 65 % nach Volumen. Berliner Erstinvestoren fragen mehrheitlich nach Off-Plan-Allokationen, weil die Einstiegspreise tiefer und die Zahlungspläne cashflowschonender sind.
